| 23.12.2009 Pleitersheim
Erinnern Sie sich noch an Juliette Bodenseh? Das
Mädchen leidet seit ihrer Geburt, bedingt durch einen
Sauerstoffmangel, an Infantiler Cerebral-Parese (ICP), verbunden
mit einer schweren Tetra-Spastik. Bereits 2006 starteten WochenSpiegel
und Förderverein Lützelsoon eine Spendenaktion für
Juliette, der so eine Delfintherapie ermöglicht wurde.
Seitdem hat sie erstaunliche Fortschritte gemacht.
2006 - Juliette mit ihrer Mutter und die Delfindame
Flora.
Nach der Delfintherapie in Jalta (Ukraine) hat sich die Wahrnehmung
von Juliette deutlich verbessert. Zudem hörten die schweren
epileptischen Anfälle, unter denen das Mädchen leidet,
für rund ein halbes Jahr vollständig auf.
Dank der vielen großzügigen Spender konnte sie
sich seit 2007 außerdem mehrfach der Adeli-Therapie
unterziehen. Mit Hilfe des Adeli-Anzugs, der aus dem russischen
Raumfahrtprogramm stammt, werden dabei umfangreiche krankengymnastische
Übungen ausgeführt. Die jeweils zweiwöchigen
Aufenthalte in der Slowakei sind für die motorische Entwicklung
der heute Siebenjährigen nahezu unentbehrlich.
Daneben nutzen die Eltern viele weitere Möglichkeiten,
ihrer Tochter zu helfen: Ergotherapie, Tomatis-Hörtherapie
in Belgien, Hippo-Therapie in Gensingen-Horrweiler, Homöopathie,
Akupunktur und Osteopathie.
Juliette ist nach wie vor an ihren Rollstuhl gebunden und
kann nicht sprechen. Ihrer Umwelt teilt sie sich durch Gestik
un Mimik sowie mit Hilfe einer Schalterbedienung mit. Demnächst
bekommt die Siebenjährige einen Lerncomputer mit Augensteuerung,
der ihr die Kommunikation erleichtern wird.
Trotz all der Beeinträchtigungen hat das aufgeweckte,
lebensfrohe Kind in den letzten Jahren eine erfreuliche kognitive
Entwicklung durchlebt. Ihr größter Erfolg: "Seit
Sommer besucht Juliette die Bethesda-Schule der Kreuznacher
Diakonie. Ihr macht das richtig viel Spaß und sie ist
ganz begierig auf die Lerninhalte. Kaum jemand hätte
es für möglich gehalten, aber Juliette kann mittlerweile
lesen, buchstabieren und schreiben" freut sich die Mutter
Isabelle.
Ihr Wunsch für die Zukunft: "Juliette soll später
als junge Frau selbst entscheiden können, wie sie leben
will. Sie soll nicht zwangsläufig in einem Heim oder
einer Diakonieeinrichtung untergebracht werden. Die Voraussetzungen
dafür sollen jetzt geschaffen werden."
Helfen Sie Juliette!
Die Therapien stellen für die Familie eine ganz große
finanzielle Belastung dar, denn die Krankenkasse übernimmt
nur einen geringen Teil der Kosten. Trotzdem soll Juliette
eine weitere Delfintherapie ermöglicht werden, um ihre
motorische und insbesondere kognitive Entwicklung zu fördern.
Die Kosten für die Therapie liegen bei rund 7.000 €
. Deshalb hat sich die Familie erneut an den Förderverein
Lützelsoon gewandt. Die Familie bedankt sich jetzt schon
bei allen Spendern, die dabei helfen, dass Juliette einen
weiteren, großen Schritt nach vorne kommt.
(Text: WochenSpiegel)
Spendenkonto:
Förderverein Lützelsoon, Kontonummer 333 333 7,
BLZ 560 900 00 bei Volksbank Rhein-Nahe-Hunsrück. Kennwort:
Juliette
Veranstaltungshinweis am 03.07.2010 in Ravengiersburg:

Not und Elend
lindern, helft den Kindern,
denn:
Kinder sind unsere Zukunft !
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